Betrachtet man die Geschichte der Zeiterfassung, stellt man fest, dass die anfängliche Kontrollfunktion der Zeiterfassung einer Eigenkontrolle des Mitarbeiters gewichen ist.
Elektronische Zeiterfassung wird heute vor allem im Sinne des Arbeitnehmers genutzt. Zeiterfassung im Wandel der Zeit beschreibt den Weg von der Stechuhr zum Mitarbeiter-Informationssystem.

Die lange Tradition die Zeiterfassung

Am Anfang war die Stechuhr.

Die ersten Stechuhren kamen im 18. Jahrhundert bei Beamten in Deutschland zum Einsatz. Dies hatte seinen Grund: Man sagte den Beamten bereits damals nach, dass ihre Arbeitsmoral nicht die beste sei. Nach dem Eintreffen im Büro mussten die Mitarbeiter also täglich eine „Personenmarke“ in den Einwurfschlitz einer speziellen Uhr werfen. Der im Inneren der Stechuhr liegende Behälter war unterteilt, sodass die Marken zeitlich bedingt in verschiedenen Fächern zu liegen kamen. Der Arbeitgeber konnte somit zu spät kommende Personen identifizieren (und gegebenenfalls zum Rapport rufen!).

Mobile Zeiterfassung um 1800: Wächterkontrolluhren

Selbst die erste mobile Zeiterfassung wurde bereits um das Jahr 1800 von Johannes Bürk entwickelt. Zur Aufzeichnung der Rundgänge von Polizisten verwendete die Münchner Polizei sogenannte Wächterkontrolluhren.

Der Arbeiterkontrollapparat

Zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Zeiterfassung auch von der Industrie entdeckt. Zur Erfassung der Anwesenheit von Arbeitern diente ein System von Nummerntafeln, welche mit Hebeln auf eine umlaufende Papierrolle gedrückt werden konnten. Es handelte sich bei dieser Form der Zeiterfassung jedoch um ein wirtschaftlich sehr ineffizientes System, das zudem leicht manipuliert werden konnte.

Elektronische Zeiterfassung in Kinderschuhen

IBM und der International-Recorder

Am Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte der Durchbruch der „Stempeluhr“. Mit einer neuen Erfindung aus New York wurde es möglich, mehrere Zeitstempelungen auf ein Blatt Papier zu drucken. Der International-Recorder war geboren. Vorreiter der Entwicklung war im Übrigen die Firma International Time Recording Co., welche heute unter dem Namen IBM bekannt ist.

Das Zeiterfassungsterminal

Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts etablierten sich die ersten elektronischen Zeiterfassungsterminals. Diese Geräte waren auch bereits in der Lage, Teile der Abrechnung direkt am Gerät zu übernehmen. Im Laufe der Zeit entstanden viele Zeiterfassungs-Terminals aus den unterschiedlichsten Materialien. Die einzeiligen Monochromanzeigen wichen nach und nach farbigen Screens bis hin zum Touch Display.

Elektronische Zeiterfassung heute

Die digitale Revolution löste auch in der Zeiterfassungswelt viele Veränderungen aus. Die Aufgaben der Stempeluhren, Stempelkarten und der Personen, die diese auswerten, werden heute von komplexen Software-Systemen übernommen. Ein System zur elektronischen Zeiterfassung besteht in der Regel aus einer Software Anwendung und peripheren Erfassungs-Einheiten (Terminals, PCs, mobile Geräte).

Mittlerweile setzen immer weniger Firmen auf klassische Zeiterfassungsterminals. Mitarbeiter tragen heute Zeiterfassungsgeräte als App am Smartphone mit sich oder verfügen per Browser über einen direkten Zugriff auf das Zeiterfassungsprogramm ihres Unternehmens.

Der Weg von der Stechuhr zur mobilen elektronischen Zeiterfassung war weit und die Reise ist noch lange nicht zu Ende! Wer seiner Firma oder Organisation die effizienteste Lösung zur Aufzeichnung von Arbeits-, Auftrags- oder Projektzeiten bieten will, sollte sich regelmäßig über neue Entwicklungen informieren.

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